Ambulante Erziehungshilfe in Magdeburg

SPFH

Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII) ist eine individuelle, bedarfsgerechte Maßnahme mit und in der Familie.

Sie ist ein familienunterstützendes, eigenständiges, professionelles Angebot der Jugendhilfe und bezieht sich grundsätzlich auf die Familie als Ganzes. Der Ansatz der Hilfe orientiert sich am gesamten Familiensystem und an dessen sozialem Netzwerk mit seinen Erziehungs- und Beziehungsproblemen sowie den sozialen und materiellen Problemen und Ressourcen. Unser Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebensphasen, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Wir orientieren uns dabei an den Stärken und Fähigkeiten der jeweiligen Familie und deren Mitglieder und gehen davon aus, dass Sie die Experten für Ihre eigene Familie sind.

EZB

Die Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII) ist eine individuelle, gezielte und methodische Hilfe mit beratendem Charakter. Die Erziehungsbeistandschaft richtet sich in erster Linie an Kinder/Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren, welche in ihrer sozialen, psychischen oder physischen Entwicklung gefährdet sind.

Sie ist ein Angebot der ambulanten Erziehungshilfe zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes sowie die Förderung der Verselbstständigung unter Erhalt des Lebensbezuges zur Familie.

BW

Die Betreuungsweisung (§10 Abs. 1 Satz 5 JGG) ist eine intensive Einzelfallhilfe für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende. Die Betreuungsweisung soll Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren erreichen, die als Mehrfach-, Rückfall oder Intensivstraftäter auffällig geworden sind und deren Straftaten in Bezug auf die Häufigkeit und Schwere über jugendtypische Bagatelldelikte hinausgehen. Nach einer richterlichen Weisung ist eine sozialpädagogische Begleitung zur Bewältigung vorhandener, meist vielschichtiger Probleme erforderlich. Über eine Reflexion von zurückliegenden Fehlentwicklungen, Analyse der nutzbaren Ressourcen und eine vorbereitende Gestaltung zukünftiger Möglichkeiten sollen Kompetenzen erkannt, weiterentwickelt und gefestigt werden.

STK

Der Soziale Trainingskurs (§10 Abs.1 Satz 6 JGG) stellt eine Alternative zur Vermeidung des Arrestes für Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 13-21 Jahren dar. Während des sozialen Trainings lernen die Jugendlichen, ihre begangenen Straftaten innerhalb der Gruppe und in Einzelgesprächen zu reflektieren und neue Handlungskonzepte zu entwickeln. Inhalte der Kurstreffen sind beispielsweise themenzentrierte Gespräche, Sportangebote, Erste Hilfe Kurs, sowie eine Wochenendfahrt. Die Dauer eines Sozialen Trainingskurses beträgt sechs Monate und gliedert sich in die dreimonatige Einzelphase, sowie eine dreimonatige Gruppenphase. Ein weiterer Bestandteil des Sozialen Trainingskurses ist die Wochenendfahrt.

TOA

Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ist eine außergerichtliche Konfliktregelung und richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche, die zum Zeitpunkt der Tat zwischen 14 und 17 Jahren sind und an Heranwachsende, die zwischen 18 und 21 Jahren sind. Der Täter-Opfer-Ausgleich findet seine gesetzliche Regelung im Jugendgerichtsgesetz.

Der Täter-Opfer-Ausgleich basiert auf dem Grundsatz der Konfliktschlichtung und Schadenswiedergutmachung. Das TOA-Verfahren bietet Beschuldigtem und Geschädigtem die Möglichkeit, unter Beteiligung eines neutralen Vermittlers mögliche Gründe, die zur Straftat geführt haben zu benennen, Handlungsweisen zu hinterfragen und den entstandenen Konflikt, der zur Straftat geführt hat gemeinsam zu lösen. Ziel eines TOA ist die Vereinbarung einer Wiedergutmachungsleistung, die in erster Linie den Interessen des Geschädigten entspricht. Dies kann materieller (z.B. Schadensausgleich) oder immaterieller Art sein. Die Teilnahme ist für beide Parteien freiwillig.

Weitere Angebote für Familien finden Sie in der Rubrik Familienbildung.



Ansprechpartner

 

 


Eva Bollmann
Diplom Sozialpädagogin (FH)

Tel.: 0391/8185836
Mobil: 0178-4155688
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Sylke Gaul
Diplom Sozialpädagogin (FH)
Systemische Therapeutin
Familientherapeutin (DGSF)
Tel.: 0391-8185836
Mobil: 0178-4155725
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Martin Broß
Diplom Sozialpädagoge
Systemischer Therapeut
Tel.: 0391/8185836
Mobil: 0178-4155698
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Berit Stock
Diplom Sozialpädagogin (FH)
Mediatorin in Strafsachen
Marte Meo Practitioner
Tel.: 0391 / 8185836
Mobil: 0178 / 4155702
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Bernd Spring
Erzieher
Tel.: 0391 / 8185836
Mobil: 0178 / 4155688
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